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Volker Kutscher: Der nasse Fisch

12. August 2009

Berlin 1929: Der junge, ehrgeizige Kommissar Gereon Rath ist neu in der Stadt, abgestellt beim Sittendezernat ermittelt er auf eigene Faust in einem ungeklärten Mordfall. Die Identität des Toten ist bislang nicht geklärt, er wurde stark gefoltert. Auf seinen einsamen Ermittlungen begegnen Rath oppositionelle Exilrussen,  Berliner Ringvereine, SS, Waffenhandel und Verstrickungen innerhalb der Polizei selbst.  Am Ende macht sich Rath sogar selbst verdächtig und ist in ständiger Gefahr alles zu verlieren.  Er erlebt den Blutmai, hebt illegale Nachtclubs aus, begegnet dem erstarkenden Nationalsozialismus, und ist mitten drin in dieser bunten, pulsierenden Stadt mit all ihren Abgründen.

Dieser beeindruckende Krimi ist Zeitgeschichte, spannende Ermittlung und Porträt einer Metropole zugleich. Er gewährt  Einblicke in den Polizeiapparat der 30er Jahre, die politischen Verstrickungen sowie die Gesetze der Berliner Unterwelt. Auch lassen sich erste Anzeichen für das, was bald über Deutschland und die ganze Welt hereinbrechen, wird erahnen.  “Der nasse Fisch“ ist der Auftakt zu einer Krimireihe um Gereon Rath im Berlin der 20er und 30er Jahre.

Greifbare Charaktere mit allen dazugehörenden Ecken und Kanten, eine kleine Liebesgeschichte zwischen Rath und Charlotte Ritter, der Stenotypistin der Mordkommission, voller Humor und Scharfzüngigkeit.  Fesselnde Krimihandlung mit einem Ermittler dessen Humor und Wagemut einen mitreißen, denn Gereon Rath setzt sich über jede Anordnung und das ein oder andere Gesetz hinweg,wenn er eine Spur hat.

Sehr empfehlenswert

543 Seiten, KiWi Taschenbuch 2008

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