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Alice Munro: Himmel und Hölle

11. August 2009

„Sie mögen eigentlich keine Kurzgeschichten? Dann werden sie Munro lieben. Nach jeder Erzählung glaubt man, einen ganzen Roman gelesen zu haben.“ Stern

„Ihre Erzählungen sind Häuser, in denen es unendlich viel zu entdecken gibt.“ Susanne Weingarten, Spiegel special

Neun Erzählungen sind hier versammelt, jede in ihrem eigenen Ton, erzählend von den leisen Katastrophen, von Verrat, Geheimnissen, Schuld  und vor allem von zwischenmenschlichen Bindungen und dem Dahinter. Menschliche Abgründe werden dargestellt, die Verstrickungen und Auswirkungen von einem Satz, einem Moment auf das weitere Leben.

Sie erzählt  von den Folgen für eine Familie, als eins der Kinder verunglückt. Einer Frau die ihren Mann nur  ein einziges Mal betrügt und dieses eine Mal nie vergessen kann. Eine andere Frau erfährt kurz die pure Lebendigkeit während die Krankheit ihren Körper vernichtet. Für eine  große Schwester ist die frühe eheliche Bindung nur das Absprungbrett in die Freiheit. Oder die ältliche, einfache Hausangestellte, die von Teenagern in die Irre geführt wird und trotzdem die Liebe findet.

Man taucht ein in die Schicksale der Charaktere, ganze Leben entfalten sich in den Erzählungen. Die leicht melancholische, leise Erzählweise fasziniert und macht den Einschlag der Katastrophen nur umso greifbarer.

381 Seiten, Fischer Taschenbuch 2008

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