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Kurzempfehlung: Jasper Fforde: The Eyre Affair (Der Fall Jane Eyre)

19. März 2012

Eine wunderbar durchgeknallte Mischung aus Krimi, Science-Fiction und literaturverrückter Realität. „Der Fall Jane Eyre“ spielt im England von 1985, allerdings mit einigen markanten Abweichungen. Hier spielt nämlich Literatur eine so große Rolle im Leben der Menschen, dass es eigens einen Literaturgeheimdienst gibt, der Fälschungen und Diebstähle verfolgt und jeder eine Meinung über den wahren Shakespeare hat.

Auch sind Zeitreisen möglich, Erfindungen, die einen in einen Roman reisen lassen, oder eben auch das Entführen von Romanfiguren. Denn genau das ist mit Jane Eyre passiert… Ein Fall für Thursday Next, mutige und draufgängerische Literaturpolizistin, die sich schon mal mit dem Nr. 1 Verbrecher anlegt und mit dem federführenden Rüstungsunternehmen gleich mit. ( Zum Glück kommt ihr in entscheidenden Momenten Mr. Rochester zur Hilfe, dem sie schon als Kind in seiner Welt begegnet ist, was ihn vor Schreck vom Pferd hat fallen lassen 🙂 (eine wunderbare Idee von Jasper Fforde mit „Jane Eyre“  zu spielen, wer den Roman kennt, hat besonders viel Spaß))

Jasper Fforde ist ein temporeicher Roman gelungen, schräg, witzig und voll überbordender Phantasie. Da ist zum Beispiel Thursdays verschrobener Vater, der als Zeitreisender seine Tochter in den unmöglichsten Situationen besucht, und mal eben die Zeit anhält. Oder ihr genialer Erfinderonkel Mycroft, der Unglaubliches erfindet, allem voran natürlich das Portal, um in ein Buch zu reisen. Bei all den Verfolgungsjagden und dem Aufspüren von Mr. Hades, dem gefürchtetsten Verbrecher überhaupt, muss sich Thursday auch noch um ihren Dodo Pickwick kümmern und sich so ganz nebenbei klar werden, ob sie ihre große Liebe wieder zurückgewinnen will und kann.

Hodder 2001, 374 pages (wer noch weiter lesen will, mittlerweile gibt es sechs Romane mit Thursday Next)

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