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Jean-Pierre Siméon: Gedicht für einen Goldfisch

17. November 2010

Bild - Gedicht der Woche

„Gedichte, das sind Sachen,

wie sie alte Dichter machen.

Beim Gedicht, mein lieber Junge,

hast du den Himmel auf der Zunge.

Man kann es auch noch anders sagen:

es ist wie frisches Brot im Magen.

Du hörst das Herz der Steine flattern,

wenn die Wörter mit den Flügeln knattern,

und landen sie dann auf dem Kopf

in Herrn Mahmuds Blumentopf,

dann lassen sie Gefangne frei

und die Welt ist wieder neu.“

Jean-Pierre Siméon/Oliver Tallec: Gedicht für einen Goldfisch, übersetzt von Franz Hohler, Gerstenberg 2009, S. 30

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