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Louis Sachar: Löcher – Die Geheimnisse von Green Lake (ab 12)

17. August 2009

LöcherStanley ist ein Pechvogel und das scheint irgendwie in der Familie zu liegen, seit Generationen geht bei den Yelnats alles schief. Diesmal landet der elfjährige Stanley durch unglückliche Umstände unschuldig in einer Jugendstrafanstalt. Camp Green Lake an einem riesigen ausgetrockneten See gelegen, heute eine Wüste. Die einzige Aufgabe der Jugendlichen ist es jeden Tag bei sengender Hitze  ein fünf Fuß mal fünf Fuß großes Loch zu graben, das sie ans Ende ihre Kräfte bringt. Der naive und übergewichtige Stanley muss sich in seiner Arbeitsgruppe behaupten und sich einen Platz erkämpfen. Bald freundet er sich mit Zero an und schließt mit ihm ein Abkommen, Zero hilft Stanley bei seinem Loch und Stanley bringt ihm danach Lesen bei. Doch als Zero in Schwierigkeiten gerät und Stanley herausbekommt warum die Jugendlichen wirklich die Löcher für die Anstaltsleiterin buddeln müssen und wonach sie suchen, versucht Zero zu fliehen. Stanley kann seinen Freund nicht im Stich lassen und folgt ihm auf seiner  ausweglosenFlucht durch die Wüste.

In dem Roman wimmelt es nur so voller skurriler Figuren und Ideen. So spielt die Banditin Kissin‘ Kate Barlow  eine entscheidende Rolle, ein Feld voller Zwiebeln, ein uraltes Versprechen und  Schweißfüsse. Es geht um Mut, Freundschaft, Durchhaltevermögen  und dem Glauben, dass man auch eine Generationsübergreifende Unglückskette durchbrechen kann. Am Ende  hat die Geschichte fast märchenhafte Züge  und Sachar verwebt die Lebensgeschichten von Stanley und Zero zu einer unglaublichen. Ein besonderes Jugendbuch voll schier überbordender Phantasie, spannend, komisch und auf jeden Fall ungewöhnlich.

296 Seiten, Beltz Verlag 2003

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