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Jenny Valentine: Wer ist Violet Park? (ab 14 )

27. Oktober 2010

„Mein Name ist Lucas Swain, und ich war fast sechzehn, als das anfing, in jener Nacht, in der ich zu lange bei Ed geblieben war und Violet in der Urne begegnete.“ (S.11) „Ich traf Violet, nachdem sie gestorben war, aber das hielt mich nicht davon ab, sie kennenzulernen.“ (S. 32)

Lucas trifft Violet Park in einer Taxizentrale und beschließt ihre Urne vor dem traurigen Schicksal – vergessen auf einem staubigen Regal –zu retten. Er beschließt herauszufinden, wer Violet war und warum er das Gefühl hat, dass sie ihm etwas sagen will.

Auf seiner Suche begegnet ihm nicht nur die Liebe, sondern er gewinnt einen ganz neuen Blick auf sein Leben, seinen verschwundenen Vater und was sein Verschwinden mit den einzelnen Familienmitgliedern gemacht hat.

Man lernt zwei der liebenswertesten Großeltern überhaupt kennen, die energiegeladene Pansy, an übersinnliches glaubend und meinungstarker Fußballfan und den vergesslichen, schokoabhängigen Norman, der sich selbst und andere immer wieder überrascht. Lucas trennt sich von Dingen, liest heimlich das Tagebuch seiner Mutter und kommt dem großen Geheimnis seines Vaters auf die Spur.

Es geht um unerreichbare Träume, um Verlust und das Selbsterschaffen von Helden, die keine sind. Diesen eigenbrötlerischen und nachdenklichen Lucas, dessen größtes Problem es ist sich zu entscheiden, auch wenn es manchmal nur die Wegrichtung ist, schließt  man schnell ins Herz. Voller Phantasie, Sarkasmus und einem klaren Blick, beobachtet, durchschaut und wundert er sich über die Menschen ins seiner Umgebung. Manchmal helfen auch Zwiegespräche mit einer verlorenen Urne, um den Geheimnissen im Leben auf die Spur zu kommen.

Eine rundum originelle Geschichte, ungewöhnlich, schräg und voller besonderer Charaktere, einfach ein geniales Debüt.

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