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John Green: Eine wie Alaska (ab 14/Allage)

18. August 2009

EineAlaskaMiles ist 16 und  ziemlich unscheinbar, das einzig besondere an Miles scheint sein Hobby die letzten Worte von berühmten Personen zu sammeln und zu rezitieren. Er führt ein ereignisloses Teenagerleben, bis er sich entschließt die Schule zu wechseln und ein Internat zu besuchen. Dort verliebt er sich in die wilde, unnahbare und geheimnisvolle Alaksa. Sie ist Drahtzieherin der besten Schulstreiche, liebt nächtliche philosophische Diskussionen und verbotene Saufgelage. Doch dann ist da noch diese Traurigkeit, dieses Rätselhalfte, das niemand richtig greifen kann.

Miles wird Teil einer Freundesclique, in deren Zentrum Alaska steht, gemeinsam hecken sie die neusten Streiche aus, liefern sich Fehden mit anderen Cliquen zum Beispiel den Tagtätern und werden irgendwie auch erwachsen. John Green ist ganz nah an der Sprache, der Tragödie und dem Abenteuer des Erwachsenwerdens. Unglaublich komisch, authentisch, spannend lässt er einen in der Zeit reisen. Man ist wieder 16 und spürt wieder die Widersprüchlichkeit dieses Alters.

Es ist die Geschichte einer Liebe, ein Adoleszensroman und eine Antwort auf das Labyrinth des Lebens zu finden. Aber „Eine wie Alaska“ ist noch viel mehr, philosophisch, echt, eine gekonnte Gradwanderung zwischen ernsten Themen und  Abenteuer, voller Emotionen, voller Ironie. So spielen die Frage nach einem Leben nach dem Tod, Verlust und Schuld ebenso eine Rolle wie die Frage wo man blaues Färbemittel herbekommt, um es den verfeindeten Tagestätern ins Shampoo  zu füllen, oder wo man unentdeckt seinen Alkoholvorrat leeren kann.

295 Seiten, Deutsche Taschenbuch Verlag 2009

Zwei Lieblingszitate:

‚“Du kannst nicht einfach kommen und einen anderen Menschen aus mir machen und dann abhauen … Sie war mein großes Vielleicht gewesen – sie hatte mir bewiesen, dass es sich lohnte mein kleines Leben hinter mir zu lassen für ein größeres Vielleicht..“ S.230

„Dein ganzes Leben steckts du in einem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird und die Vorstellung von dieser Zukunft hält dich am Laufen aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt um aus der Gegenwart zu fliehen.“  S. 76

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