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David Almond: Mina (ab 10 bis 99)

19. April 2011

„Der Kopf ist ein Ort voller Wunder“ (S. 10), das zeigt uns die philosophierende, dichtende, träumende Mina. David Almond ist ein ausgefallenes, wahrhaft aus der Reihe tanzendes  Kinderbuch gelungen, das sich sofort einen besonderen Platz im Herz der Buchliebhaberin erobert hat.

Mina ist eine Außenseiterin, die am liebsten in ihrem Baum sitzt, die Vögel beobachtet und in ihr Tagebuch schreibt. Sie wird von ihrer Mutter zu Hause unterrichtet, da Mina nicht richtig in die Schule gepasst hat und diese hasst. Mina erzählt von Erlebnissen, Träumen von Angst und Traurigkeit aber auch von der sie umgebenden Schönheit, die man nur entdecken muss. Es ist ein kreatives Tagebuch, dass Mina verfasst, voller „Außergewöhnlicher Aktivitäten“, wie Mina die phantasievollen Vorschläge nennt, zu schreiben, zu hinterfragen. Zum Beispiel eine ganze Seite mit Wörtern für Freude zu füllen, oder dem Staub im Licht tanzen zu sehen, oder eine Geschichte zu schreiben ohne Wörter, oder eine voller Nonsens.

Mina hat einen ganz eigenen Kopf und eine starke Persönlichkeit voller schreiender Phantasie und tanzender Kreativität. Es geht um Freiheit, um Entwicklung und was es bedeutet erwachsen zu werden. Mina ist eine Wortliebhaberin, ein Mädchen, das manchmal von einer „Antimerkwürdigkeits-OP“ träumt, und über die Welt philosophiert. Sie schildert auch die Geschichte ihres verstorbenen Vaters und ihren Weg zurück zu den Menschen.

David Almond hat eine Geschichte geschaffen, die motiviert zum eigenen Hinterfragen und dazu eine ganz eigene Sicht auf die Welt zu gewinnen. Er hat eine Heldin erschaffen, die sich ins Herz der Leser schreibt und denkt und mit der man sich am liebsten noch viel länger auf Entdeckungsreise in den „Kopf voller Wunder“ begeben würde.

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