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Hillary McKay: Charlie zieht aus (ab 6)

17. Juli 2009

CharlieziehtausCharlie findet, dass seine Familie ihn schrecklich behandelt und beschließt auszuziehen. Seine steinalten Eltern meckern nur rum und der 11-jährige Bruder ärgert Charlie, kein Wunder, dass man da auf die Idee kommt die Famlie zu verlassen. Nur ist Ausziehen gar nicht so einfach, wenn man neben Teddybär, Steinsammlung und Scherzartikeln auch noch seine Playstation und den tragbaren Fernseher mitnimmt. Mit dem schweren Gepäck kommt man nicht weit, also erstmal hinter den Gartenschuppen und als es zu dunkel und langweilig wird zum besten Freund Henry. Der nun bei seiner Mutter plötzlich zweimal Kakao bestellt und nun prompt Essen für zwei in sein Zimmer bekommt.  Auch im Garten von Charlie ist vor dem Vogelhaus plötzlich Essen aufgetaucht, dass nicht unbedingt für den Vogel gedacht war sondern für geheime Gartenschuppenbesetzer, die natürlich unerkannt bleiben wollen.

Charlie ist ein  sehr aktives und kreatives Kind, so hat er am Tag seines Auszugs den Firmenlaptop seines Vates ruiniert, Teppich und Wände des Wohnzimmers mit einer Limonadenrakete neu gestaltet  und der Katze einen Fallschirm aus dem Lieblingsfußballtrikot seines Bruders gebastelt (sie könnte ja die Treppe runterfallen). So ist natürlich klar, dass seine Familie ihn sehr schnell vermisst und nun regelmäßig die Familie von Henry besucht. Spätestens als sein eigener nerviger Bruder mit seinem besten Freund Henry spielt, weil ihm langweilig ist, wird Charlie klar, dass er seiner Familie wirklich fehlt.

Ein komisches, fröhliches und voller Ideen sprudelndes Buch, dass einen zum Lachen bringt. Das Schöne ist, wenn es vorgelesen wird, haben Kinder und Eltern gleich viel zu lachen, da es zwei Sichten auf Charlies Ausziehen gibt und jeder die ihm nähere Perspektive lachend genießen kann.

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